Immuntherapie

Die Medikamente bzw. Substanzen der Immuntherapie heißen (Immun-) Checkpoint-Inhibitoren, die Namen der Substanzen enden auf ‚mab‘, z.B.
Pembrolizumab, Atezolizumab oder Nivolumab.

Der Einsatz von Checkpoint-Inhibitoren kann nur (!) bei Abwesenheit einer ALK-Expression der Tumorzellen sinnvoll sein und dann abhängig vom PD-L1-Status (PD-L1 ist der Biomarker für den Nutzen einer Immuntherapie bei Lungenkrebs).


ALK-Inhibitoren sind keine (!) Checkpoint-Inhibitoren, die Namen der Substanzen enden auf ‚tinibz.B. Alectinib, Brigatinib  oder Lorlatinib


Nach Ansicht der Experten ist die Immuntherapie OHNE Nutzen für ALK-Patienten. Unabhängig vom PD-L1-Status wird von Experten immer (!) eine zielgerichtete Therapie mit ALK-Inhibitoren empfohlen, sobald eine ALK-Expression nachgewiesen werden kann. 


Ist für einen Patienten nach Progression unter einem ALK-Inhibitor keine weitere Therapie mit einem ALK-Inhibitor mehr erfolgversprechend, dann müssen andere Therapieoptionen in Betracht gezogen werden.
Neben der Pemetrexed-haltigen Chemotherapie erwägen einige Experten auch Immuntherapie/Chemotherapie-Kombinationen wie die 4-Wirkstoff-Kombination mit Atezolizumab+Bevacizumab oder die 3-Wirkstoff-Kombination mit Pembrolizumab
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[Aktuell laufen in den USA klinische Studien mit ALK-Patienten für derartige Wirkstoff-Kombinationen].


In den USA arbeitet die Forschung aktuell an der Entwicklung einer ALK-spezifischen Immuntherapie, d.h. an Impfstoffen zur Generierung von Anti-ALK-T-Zellen, die in Kombination mit ALK-Inhibitoren oder evtl. auch Checkpoint-Inhibitoren zur Behandlung von ALK-Patienten eingesetzt werden können.